Die Zauberwelt im LARP

Wir könnten die Bücher simpel nachspielen.
Aber wir glauben das Werk von JKR besser zu ehren, wenn wir ihre Phantasie leben. Und wir wollen uns nicht im Spiel beschränken lassen, wenn das 7. Buch geschrieben ist.
Deswegen nehmen wir uns aus der Vorlage alles, was rund um die eigentliche Heldengeschichte gezeichent wird. Im LARP nennt sich das Ambiente. Kerzen, Bücher, Dekoration und Farben helfen uns, in die Zauberwelt einzutauchen.
Um Überschneidungen mit den Bücher zu verhindern, haben wir die Wiener Schule für Zauberkunst und Hexerei in Österreich gegründet. Wir haben sie mit österreichischer Geschichte verwoben und den Wiener Charme eingebunden.

Die Wiener Schule für Zauberkunst und Hexerei

Die Wiener Schule für Zauberkunst und Hexerei ist ein Internat mit Regelschule und Erwachsenenbildung. Aber auch Tageschule und für Externisten eine Abendschule. Bei Cons werden wir wohl meistens das Internat, oder besser das Studentenheim für Erwachsenenbildung darstellen.

Für das RPG im Forum können alle Möglichkeiten herangezogen werden. Da das RPG nur bedingt mit dem LARP zu tun hat, könnt ihr eurer Phantasie freien Lauf lassen, solange ich euch nicht zur weit von der Grundidee entfernt.

Die meisten von uns sind den Kindesbeinen zumindestens optisch entwachsen und können/wollen daher kein Kind spielen. Daher ist das LARP auf die Erwachsenenbildung aufgebaut. Weil wir alle in einer Unterkunft zusammen wohnen, erklären wir das in-time mit einem "Internat" für Erwachsene oder eben Studentenheim. Mit Regeln für das Zusammenleben wie Ruhezeiten, Hausordnung, Stundenplan und Prüfungen.

Historisches zur Schule

Die Schule wurde 1707 auf dem hochherrschaftlich raugräflichen Sitz derer von Degenfeld gegründet. Dies war eine Reaktion auf die zunehmende Kontrolle von Ausbildungsstätten durch den Staat oder die Kirche. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Magische Geminschaft meist im Rahmen der, auch für Muggel zugänglichen Schulen, unterrichtet. Weit verbreitet war auch das System des persönlichen Lehrmeisters. Dieses System hat sich im alpinen Raum weit länger als in anderen Bereichen Europas erhalten. Darum ist es auch bei uns weniger stark in Verruf geraten als in vielen anderen Ländern.

Das 18. Jahrhundert zählt zur Epoche der Neuzeit und gilt im Rahmen der europäischen Geschichte als eine Krönung der Aufklärung. Nur widerstrebend nahm auch die geheyme Rathskammer davon Notiz.

Anfangs diente das Schloss hochwohlgeborenen Zauberfamilien als Privatschule. Im Zuge von Aufklärung und Humanismus wurde sie mehr und mehr geöffnet und somit allen magiebegabten Kindern zugänglich. Doch es mangelte an Ordnung.

Die geheyme Rathskammer lud zu einer Versammlung während des Wiener Kongresses. So getarnt konnten Vertreter aller traditionellen Zauberschulen unbehelligt nach Wien kommen. Es wurde beschlossen, eine Dependance nach dem Vorbild von Hogwarts zu gründen. Die Schule hat daher keine eigene Schulleitung, sondern untersteht formal Hogwarts.

Lokale Entscheidungen, betreffend Unterrichtsplan, Prüfungsniveau und Schuldisziplin, werden im Lehrerkollegium getroffen, innerhalb dessen die 4 Hauslehrer eine informelle Sonderstellung einnehmen. Die Schülerobsorge liegt in den Händen des jeweiligen Hauslehrers.
Die Schule bietet seither ca. 500 Schülern ab dem Alter von 11 Jahren Ausbildung. Wie auch Hogwarts, wird die Wiener Schule für Zauberkunst und Hexerei als Internat geführt.

Das traditionelle Curriculum umfasst:
Alte Runen, Arithmantik, Astronomie, Besenflugstunden, Geschichte der Zauberei, Kräuterkunde, Muggelkunde, Pflege magischer Geschöpfe, Verteidigung gegen die dunklen Künste, Verwandlung, Wahrsagen, Zauberkunst, Zaubertränke. Daneben wird grosser Wert auf den Landesbezug Österreich gelegt und auch Erweiterungen des Fächerkanons als Freigegenstände angeboten.

Die magische Gemeinschaft in Österreich ist natürlich ähnlich groß wie die in Großbritannien, Frankreich oder dem restlichen Europa. Es gibt auch in jeder Grossstadt magisch verborgen Viertel, wo die typischen Geschäfte für den magischen Bedarf um Kunden werden.

Vor 6 Jahren wurde die Wiener Schule für Zauberkunst und Hexerei um einen Zweig für Spätberufene erweitert. Nun mehr ist es auch volljährigen Zauberern und Hexen möglich, ihre Ausbildung nachzuholen oder berufsorientiert zu erweitern, verbunden mit einem Internatsplatz oder als Externist. Je nach Angebot werden Regelschüler und Externisten gemeinsam unterrichtet.

Hintergrund dieser Entscheidung war der Umstand, daß zunehmend Fälle auftraten, in denen Zauberer und Hexen nicht als solche erkannt wurden. Traditionellerweise sollte die Geburt einer magiebegabten Person automagisch bei den Zauberautoritäten bekannt werden. Diese irritirende Tatsache hatte in der Folge zwei Konsequenzen: Zum Einen wurde die WSZH für Externisten geöffnet und zum Anderen im Staatssekretariat für thaumaturgische Angelegenheiten eine Unersuchungskommission gebildet, die dieses Phänomen untersuchen soll.

Wie werde ich aufgenommen

Im Unterschied zu Hogwards hat die WSZH keinen Hut, der die Schüler in die Häuser verteilt. Jeder Schüler muss sich vor dem ersten Schultag beim Ministerium für einen Schulplatz anmelden. Ein sehr alter und sehr weiser Amtsdrache führt dann ein Bewerbungsgespräch mit dem zukünftigen Schüler. Er entscheidet die Hauszuteilung.

Soviel zur Phantasie - jetzt fragst Du Dich sicher - und wie melde ich mich zum Spiel an?

Erst füllst du das Anmeldeformular aus und lässt es der Spielleitung oder ORGA zukommen.
Anschliessend nimmst Du Dir am besten etwas Zeit um deinen Mitspielern zu plaudern.

Wie erstelle ich einen Spiel-Charakter?

Die Fragen sollen Dir als Anhaltspunkte dienen:

Die Schulkleidung

Optional: Schal, Handschuhe, Tuch oder Krawatte in Hausfarbe

Welche Schulsachen brauche ich?

Jeder Zauberer und jede Hexe braucht einen Zauberstab.
Auf der Startseite der Zauberschule gibt es eine Bibliothek, wo die beiden wichtigsten Schulbücher als PDF bereit liegen.
In unserem Forum werden immer wieder gute Bücher empfohlen.
Ambientegerecht sind Federn, Tinte und Siegel erlaubt.
Während des Unterrichts sollte mit Bleistift geschrieben werden. Um zerbrochene Tintenfässer und unschöne Tintenflecken zu vermeiden, steht Tinte


Wie wird gespielt ?

Zitat:"Alles, was dazu gehört, ist Mut, Klugheit und Phantasie."

Die WSZH ist ein Ambiente-Spiel mit Plot, Rätsel und verpottertem Wissen.
Wir spielen nach dem Prinzip "Du kannst was du kannst" und "Du kannst was du darstellen kannst".
Viele Mechanismen wurden uns bereits von JKR in den Büchern vorgegen:
prinzipiell kann jeder immer und jederzeit zaubern - wenn er den Spruch weiss.
Aber, ob der Spruch auch richtig vorgebracht wurde, entscheidet der zu Verzaubernde.

Natürlich macht es niemandem Spass, wenn seine Sprüche nicht angenommen werden. Daher empfehlen wir gutes Spiel auch durch gutes Ausspielen des Zaubers zu belohnen.
Ganz besonders beim Duellierclub.


LARP ist auch ein bisschen Schauspiel.
Stelle deine Figur so glaubwürdig wie es dir möglich ist da. Aber nimm dich selbst nicht zu wichtig. Erfahrene Spieler oder jene, die im Potterischen besser bescheid wissen werden gebeten, auch allen anderen Raum zu lassen.
Natürlich ist es ein Ziel, Rätsel zu lösen und Wettbewerbe zu gewinnen - aber NUR gemeinsam macht es auch Spass. Und Spass ist das eigentliche Ziel eines Liverollenspiels. Wir als Spielleitung wollen nicht ins Spiel eingreifen müssen, um Powergamer zu stoppen.

Noch ein paar Grundsätze für das Zusammenspiel:

Burg Wildegg

Erdgeschoss

Erdgeschoss
  • Slytherin Gemeinschaftsraum
  • Büro des Schulwartes
  • Duschräume
  • Innenhof
  • Abgang zum Aussengelände der Schule

1. Stock
1. Stock

  • Bibliothek
  • Klassenraum Ravenclaw
  • Schulküche
  • Hufflepuff Gemeinschaftsraum
  • Lehrertrakt
  • Arkadengang

2.Stock
2. Stock

  • Schulheilerin
  • Klassenraum Löwenzimmer
  • Gryffindor Gemeinschaftsraum
  • Die Große Halle
  • Schulleitung
  • Klassenraum Eulenzimmer
  • Arkadengang

Zwei Welten ...

Neben der Welt unseres Alltags existiert die des Phantastischen, nicht getrennt durch Raum oder Zeit,und so ist sie eigentlich nicht daneben, sondern darin.Wir sehen sie nur nicht immer. Und wenn wir Muggels doch einmal eine Spur davon entdecken,dann sorgt das Zaubereiministerium dafür, daß wir es wieder vergessen. Warum? Die Zauberer wollen ihre Ruhe vor uns, und wir wollen unsere Ruhe vor ihnen und von solchen Dingen nicht wirklich etwas wissen.Die Ordnung der heilen Welt der Familie Dursley ist an ihren Grenzen bedroht vom Chaos, das hereinzubrechen sich anschickt, wenn sie Harry nicht einsperren, zum Schweigen bringen, am besten ignorieren. Zwei Welten bestehen hier ineinander, die doch nicht vereinbar sind, weil jede die Ordnung der anderen in Frage stellen würde.

Die Geschichten fordern uns auf, nicht im spießigen Einerlei unseres Durchschnittsverstandes sitzen zu bleiben, sondern mit einer Welt zu spielen, in der wir Dinge Wirklichkeit werden lassen können, die wir uns ansonsten nur erträumen. Aber sie stellen nirgends die Ordnung in Frage. Im Gegenteil wacht - stellvertretend für unser rationales Ich - das Zaubereiministerium genauestens darüber, daß nirgends der Lauf der Muggelwelt durcheinander gebracht wird, etwa durch einen Zauberer, der so frech wäre, ein bißchen Chaos zu stiften. Umgekehrt
ist auch in der Zaubererwelt Gut und Böse klar festgelegt. Wer sich der dunklen Seite der Magie ergibt, mit Mächten einläßt, die nicht mehr kontrollierbar sind, wird ausgeschlossen, eingesperrt und den Wachen von Askaban überlassen, die ihm die Seele aussaugen, die zu weit dem Reiz des Verbotenen erlegen ist.

Es ist charakteristisch für die Erzählweise der Harry-Potter-Geschichten, daß sie von beiden Seiten aus den Blick auf die jeweils andere Welt wirft, ohne daß es tatsächlich zu einer Beeinflussung und gegenseitigen Befruchtung käme. Harry, der bei den Muggels aufgewachsen
ist, lebt nun - auch innerlich - völlig in Hogwarts,und sein Aufenthalt in der Muggelwelt erscheintals bloße Wartezeit der Sommerferien, die von den ermüdend immer gleichen Ritualen gekennzeichnet ist.Während die Zaubererwelt uns durch Harrys Augen immer vertrauter wird, erscheinen die Handlungen der Muggels immer verfremdeter und zumindest in den Personen der Dursleys ins Groteske gesteigert. Der Blick auf die noch fremde Welt des Phantastischen ermöglicht,die eigene Welt mit anderen Augen zu sehen.Sie vielleicht mit einem lächelnden Auge zu sehen,nicht aber, sie zu verändern.
(Quelle: Ein Harry Potter Lexikon von Falk N. Stein)

... und die gleichen Probleme

Zauberer und Muggels haben die gleichen Probleme, sie lösen sie nur anders. Während die einen telephonieren, versenden die anderen Eulenpost. Man muß nur umdenken, die Welt mit anderen Augen sehen und von den gewohnten Verhaltensweisen loskommen.

Als Hermine - eine begabte Hexe aus einer Muggelfamilie - eine Schlingpflanze mit Feuer bekämpfen soll, sucht sie nach Holz. Ron - aus einer alten Zaubererfamilie - muß ihr erst den Kopf zurechtrücken: „Bist du verrückt geworden?... Bist du nun eine Hexe oder nicht?" (I302)

Hogwarts ist eine Welt anderer Möglichkeiten, die man sehen und ergreifen muß, aber nicht die einer anderen Ordnung. Vielleicht macht das die Harry-Potter-Geschichten so eingängig, daß der Leser sich nicht wirklich in eine neue Welt hineindenken muß,die ihn vor neue Herausforderung stellt. Hier gibt es Lösungen für Probleme, die wir uns erträumen, wenn wir ganz leicht, bloß mit unseren Gedanken, tun könnten, was wir wollen, und - wenn wir den Mut dazu hätten.

Die Aufrechterhaltung der ganz gewöhnlichen Ordnung ist wohl ein Erfolgsgeheimnis der Geschichten.Zauberer feiern zu Weihnachten christliche Weihnachten und nicht etwa ein uraltes heidnisches Fest, sie vergnügen sich am Valentinstag, wie es sich für gute Briten gehört, und nicht in der Walpurgis-nacht. Gezaubert wird in Lateinisch, der Sprache des romantischen Mittelalters, und ein europäischer Zauberer fliegt eben einen Besen, nicht etwa einen Teppich, wie Mr. Dursley meint,, der sich damit auch gleich als Barbar brandmarkt.

Auch der Aufbau des Erzählstrangs folgt dem Konzept des Wiedererkennungswertes: Sommerferien mit den immer gleichen Dursleys, in die aber irgendwie die Vorboten des kommenden Abenteuers schon hineinscheinen. Beschreibung des Schulalltags, einschließlich des unerläßlichen Quidditch-Spiels, in dessen Verlauf nach und nach die Spuren gelegt werden und die Ereignisse zum Höhepunkt treiben, bis in den letzten Kapiteln in guter Agatha-Christie-Manier alles zugleich aufgelöst wird. Eine Variation bietet der vierte Band, der mit einem „Knall" beginnt. Zum Ausgleich dafür ist der Mittelteil um so ausgedehnter. Der vertraute Rahmen eröffnet die Möglichkeit, schaurige bis grausame Szenen einbauen zu können,die für Kinder beängstigend sind, aber durch den Halt im bewährten Ganzen nicht nachhaltig verstören. Er bildet auch den Hintergrund für die jugendlichen Helden, sich in Bereichen bewähren zu können - im Kampf gegen Verbrecher, dunkle Mächte,heimtückische Zeitgenossen, die sonst den Erwachsenen vorbehalten wären. Alles, was dazu gehört, ist Mut, Klugheit und Phantasie.
(Quelle: Ein Harry Potter Lexikon von Falk N. Stein)

Die Hölle der Mittelmäßigkeit

Zu einer Welt, in der es darauf ankommt, neue Situationen zu meistern, seine eigenen Fähigkeiten zu entdecken und Phantasie zu beweisen, gehört als Gegenbild das Reich der Mittelmäßigen, Spießigen und Einfallslosen. Zur Strafe sitzen sie in ihrer eigenen Hölle, und die heißt Ligusterweg 4.
Hier schmoren sie im Saft ihrer Dummheit, werden fetter und träger. Die Sommerferien sind so sehr in immer gleichen Schablonen gezeichnet, der Charakter der Dursleys ist von jeder Entwicklung so weit weg,daß man sich wünschen mag, Harry würde seine
Sommerferien endlich nicht dort verbringen. Könnte das nicht anders sein? Wohl nicht. Die Hölle, das ist vor allem die Langeweile des immer Gleichen, in unendliche Zeit wiederholt. Sie wird gebraucht als Kontrast zu den Abenteuern in Hogwarts, sie ist ein „running gag", der einen Wiedererkennungswert hat:die Dursleys sind dusslig, Dumbledore ist weise und Voldemort böse.
Zuweilen blitzt aber auch in dieser Hölle der Mittelmäßigen etwas von Größe auf, dann, wenn Mr.Vernon Dursley sich in den Haß auf Harry und alles Magische so hineinsteigert, daß der Irrsinn in ihm aufleuchtet, „mit einem dämonischen Glimmen in den kleinen Augen" und „wie ein Wahnsinniger lachend" (II 24, 26). Die Schilderung schlägt dann bis ins Groteske um, z.B. wenn er einfach so ein Gitter parat hat, um aus dem Zimmer einen Kerker zu machen und eine Katzenklappe einbaut, durch die das Essen geschoben wird. Kein Zweifel, Mr. Dursley ist Voldemort, ein Voldemort der Banalität, bereit, seine Welt zu verteidigen. Eine Welt ohne Geschichte und Entwicklung.
(Quelle: Ein Harry Potter Lexikon von Falk N. Stein)

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